Seit 2015 haben wir uns für die Zusammenabeit mit Health Balance entschieden. Für uns ist es Wichtig, dass die Entwurmung nur nach Bedarf und Notwendigkeit stattfindet. 


Auf dieser Seite erfahren Sie etwas mehr über dieses Thema. Ausführliche Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Webseite. Hierfür einfach nur den Button klicken!



Bestandes-Monitoring

Das Parasiten-Monitoring für Pferdebestände ist ein bedarfsgerechtes Entwurmungs-Management. Es werden sowohl die individuelle Situation jedes Pferdes als auch die Haltungsbedingungen im Bestand berücksichtigt und nur noch selektiv entwurmt, wo angezeigt. Damit wird einer Resistenzentwicklung der Parasiten gegen die Entwurmungsmittel vorgebeugt.

Konzept

Das Konzept basiert auf den grundlegend neu formulierten Empfehlungen der beiden VETSUISSE-Tierspitäler in Zürich und Bern und hat zum Ziel, sowohl die individuellen Eigenschaften des einzelnen Pferdes, als auch die Haltungsbedingungen im Bestand deutlich stärker als bislang in das Entwurmungskonzept einzubeziehen um Resistenzen vorzubeugen und die Belastung der Pferde zu reduzieren.

Flyer Vetsuisse Empfehlungen für Tierhalter (85,4 KiB)

HealthBalance in Niederuzwil hat in diesem Bereich in der Schweiz eine Pionierrolle eingenommen und setzt dieses Konzept bereits seit 2013 im Rahmen seines Dienstleistungsangebots zur bedarfsorientierten Parasitenkontrolle in einer grossen Anzahl von Pferdebeständen erfolgreich ein.

Vorteile

Die Ergebnisse der in den Jahren 2013 bis 2015 betreuten Bestände zeigen, dass bei erwachsenen Pferden durchschnittlich nur nach einer von zehn durchgeführten Kotuntersuchungen eine Entwurmung vorgeschlagen werden musste. Mit den obligatorisch durchgeführten Überprüfungen der Behandlungen konnten zudem in vielen Fällen therapieresistente Parasitenpopulationen erkannt und nachfolgend eliminiert werden. Als die in diesem Bereich führende Institution in der Schweiz bieten wir Ihnen an, dieses fortschrittliche Konzept im Rahmen eines saisonabdeckenden Programms in Ihrem Bestand umzusetzen.

Das selektive Behandlungskonzept richtet sich an erwachsene Pferde ab der vierten Weideperiode. In dem ersten Untersuchungsjahr wird die individuelle Parasitenbelastung jedes Pferdes an vier Terminen während der Saison bestimmt. Von den klinisch gesunden Pferden werden nur diejenigen behandelt, deren Parasitenausscheidung im Kot einen bestimmten Wert überschreitet. Beim Nachweis  eines konstant tiefen Infektionsniveaus im Bestand, wie es in der Schweiz im Regelfall anzutreffen ist, können die Untersuchungsintervalle in den Nachfolgejahren reduziert werden.

Leistungsumfang

  • Bestandesbesuch (Tierarzt) mit Analyse der Haltungsbedingungen und Identifikation möglicher Risikofaktoren
  • Individuelle Kotanalysen (4 Termine im ersten Jahr) und begleitende tierärztliche Beratung
  • Analyse der Zusammensetzung der Strongylidenpopulation (grosse/kleine Strongyliden)
  • Wirksamkeitsprüfung von Entwurmungsmitteln im Bestand
  • Schriftliche Befunddokumentation und Jahresschlussbericht
     

Flyer Übersicht Bestandes-Monitoring für Tierhalter (51,4 KiB)



Zeit für einen Strategiewechsel

Bei einem bedarfsgerechten Entwurmungs-Management werden sowohl die individuelle Situation jedes Pferdes als auch die spezifischen Haltungsbedingungen im Bestand berücksichtigt und damit einer Resistenzentwicklung der Parasiten gegen die Entwurmungsmittel vorgebeugt

 

Die Parasitenüberwachung stellt für jeden Pferdebesitzer und jeden Stallbetreiber ein prioritäres Thema dar, welches eine kontinuierliche Aufmerksamkeit erfordert. Bei HealthBalance in Niederuzwil befasst sich eine eigene Gruppe, geleitet von Priv.-Doz. Dr. med. vet. Hubertus Hertzberg seit mehreren Jahren ausschliesslich mit dieser Thematik.

Die Parasitenkontrolle ist in den letzten 10 Jahren vor allem aufgrund der zunehmenden Resistenzentwicklung der Erreger gegen die Medikamente deutlich komplexer und damit schwieriger und anspruchsvoller geworden. Daher ist es in diesem Bereich heute umso wichtiger, dass Sie im Sinne einer optimalen Betreuung Ihrer Pferde einer fundierten, wissenschaftlich basierten tierärztlichen Expertise vertrauen.

Mit HealthBalance in Niederuzwil haben Sie als Tierhalter oder Tierarzt Ihren geeigneten Partner gefunden, der auf die Individualität jedes Stalls grossen Wert legt und mit dem sie auf die in diesem Bereich umfangreichste Erfahrung in der Schweiz zählen dürfen.

Bisheriges Entwurmungskonzept

Während mehrerer Jahrzehnte wurden die Pferde gemäss Kalender drei oder vier Mal pro Jahr ungeachtet ihres tatsächlichen Befalls und der Haltungsbedingungen entwurmt. Die daraus resultierende Situation erschien im Hinblick auf das Ausbleiben klinischer Erkrankungen stabil. Der mit diesen Standardempfehlungen verbundene regelmässige Kontakt der Magen-Darmparasiten mit den Medikamenten führte im Laufe der Jahre jedoch zu einer Gewöhnung der Erreger an die Wirkstoffe. Es bildeten sich resistente Wurmpopulationen, die nicht mehr oder nur noch unvollständig auf die Entwurmungsmittel reagierten. Dieser Wirkungsverlust fällt beim erwachsenen Pferd nicht auf, da üblicherweise keine Behandlungskontrollen durchgeführt werden. Weil die überwiegende Mehrheit der behandelten Pferde ohnehin nur einen sehr geringen Wurmbefall aufweist, der nicht mit Krankheitszeichen verbunden ist, wird der Effekt einer Behandlung für den Tierhalter nicht wahrnehmbar.

Situation in der Aufzucht

Während der Wirkungsverlust der Entwurmungsmittel bei den erwachsenen Pferden in der Regel keine direkten klinischen Konsequenzen hat, kann er in der Aufzucht ein erhebliches Problem darstellen. Die jungen Pferde besitzen infolge ihrer noch unausgereiften Immunabwehr eine deutlich höhere Empfänglichkeit gegenüber Strongyliden und Spulwürmern. Wirksame Medikamente sind daher zwingend notwendig, um Pferde dieser Altersgruppe effizient gegenüber Parasitenbefall zu schützen. Im Jahr 2014 wurde im Rahmen unseres Bestandes-Monitorings in einer Schweizer Aufzuchtherde ein Spulwurmbefall diagnostiziert, der mit keinem der hierzulande erhältlichen Wurmmittel kontrollierbar war. Die Behandlung gelang nur mit einem aus dem Ausland importierten Medikament. Solche Szenarien sind in Zukunft vermehrt zu erwarten und können zu lebensbedrohlichen Situationen bei den Aufzuchtpferden führen.

Umdenken

Auch die in die herkömmlichen Standardbehandlungen einbezogenen Pferde sind anschliessend nicht parasitenfrei. Kein Wurmmittel kontrolliert einen Befall zu 100 % und viele Entwicklungsstadien der Parasiten in der Darmschleimhaut werden bei den Behandlungen nicht erfasst, auch wenn keine Resistenz vorliegt. Das parasitenfreie Pferd ist und bleibt somit eine Utopie. Die Auseinandersetzung mit einer Wurmpopulation ist für ein Weidetier ein normaler Vorgang und stellt für ein gesundes Pferd keine Bedrohung dar. Es gibt sogar gute Gründe anzunehmen, dass dieser Kontakt für das Immunsystem und damit für den gesamten Organismus positive Effekte hat. Ein für viele Pferdehalter nicht ganz einfach zu akzeptierender Gedanke ist, dass wir unsere Grundeinstellung ändern und lernen müssen, die Koexistenz von Wirtstier und Parasit zu tolerieren.

Bewahrung der verbliebenen Ressourcen

Für die Kontrolle der Magen-Darm-Rundwürmer des Pferdes (z.B. Strongyliden, Spulwürmer) stehen uns derzeit nur drei verschiedene Wirkstoffgruppen zur Verfügung, die zum Teil bereits sehr resistenzbelastet sind. Von Seiten der Industrie ist kurzfristig nicht mit Neuentwicklungen zu rechnen. Das Ziel aller am Parasiten-Management des Pferdes beteiligten Kreise muss es daher sein, diese wenigen Ressourcen zukünftig durch einen sehr verantwortungsvollen Umgang zu bewahren. Das von HealthBalance in Niederuzwil im Rahmen des Parasiten-Monitorings angebotene Dienstleistungsspektrum kommt dieser Vorgabe entgegen und bietet die optimale Grundlage für einen nachhaltigen Einsatz der Entwurmungsmittel bei Ihren Pferden.

Quelle: http://www.healthbalance.ch


Methodik

Für die Untersuchung der Kotproben werden bei uns international etablierte und standardisierte Untersuchungstechniken eingesetzt

Dies sind beispielsweise das McMaster-Verfahren, das Sedimentations-Flotationsverfahren oder die FLOTAC-Technik.

Das bei allen Proben routinemässig eingesetzte McMaster-Verfahren ermöglicht beim einzelnen Pferd eine Aussage über den Umfang der Eiausscheidung der verschiedenen Parasiten (quantitative Untersuchung). Auf der Basis des saisonumfassend durchgeführten Bestandes-Monitorings können bei Anwendung dieser Methoden alle wichtigen Magen-Darmwürmer des Pferdes abgedeckt werden.

Für die Untersuchung auf Lungenwürmer, Leberegel und Oxyuren (auf Anfrage) kommen spezifische Diagnostikverfahren zum Einsatz.

Grosse und kleine Strongyliden, deren Eier im Mikroskop nicht unterscheidbar sind, werden mit einem Spezialverfahren (Larvenkultur) differenziert (Dauer ca. 10 Tage).

Die Bestimmung der Wurmmittel- (Anthelminthika-) Resistenz erfolgt mit dem Eizahlreduktionstest. Dabei wird vor und nach einer Entwurmung eine quantitative Kotuntersuchung durchgeführt und der Effekt der Entwurmung berechnet.


Quelle: http://www.healthbalance.ch


Angebot für Tierhalter

Unser Angebot zur Parasitenüberwachung beim Pferd umfasst vier Leistungsstufen

  • Bestandes-Monitoring
  • Einzelpferd-Abonnement
  • Einzeluntersuchungen
  • Zusatzuntersuchungen auf weitere Parasiten

Bestandes-Monitoring

Ein saisonales Monitoring, in das alle Equiden des Bestandes einbezogen sind, stellt die aussagekräftigste und damit geeignetste Variante für die parasitologische Überwachung eines Bestandes dar. HealthBalance in Niederuzwil hat diese tierärztlich begleitete Dienstleistung im Jahr 2013 erstmals in der Schweiz angeboten. Die bei allen Equiden mehrmals in der Saison zu festgelegten Zeiten erfolgenden Kotuntersuchungen bieten die beste Voraussetzung, dass die parasitologisch wichtigen Vorgänge im Magen-Darmtrakt bei den Tieren erfasst werden. Mit dem Einbezug aller Tiere ist eine vollständige Betrachtung des Bestandes als Gesamtorganismus gewährleistet. Die im Rahmen einer obligatorischen Visite durchgeführte tierärztliche Bestandesanalyse stellt eine sehr wesentliche Grundlage für die fortlaufende Diagnostik-begleitende Beratung dar im Rahmen des Parasiten-Monitorings dar.

Bei HealthBalance in Niederuzwil wird das Bestandes-Monitoring nach den Vorgaben der beiden Tierspitäler Bern und Zürich durchgeführt ("Vetsuisse-Empfehlungen"), welche nach wissenschaftlichen Grundsätzen ausgearbeitet und wenn erforderlich, auch neuen Erkenntnissen entsprechend angepasst werden.

Bei der Durchführung des Bestandes-Monitoring bieten wir zwei Varianten an. Im einen Fall erfolgt die tierärztliche Betreuung durch den Leiter des Parasitologie bei HealthBalance, Privatdozent Dr. Hubertus Hertzberg. Alternativ kann das Programm entsprechend den generellen Vorgaben der Vetsuisse-Empfehlungen auch in Verantwortung des Bestandestierarztes umgesetzt werden Dann erfolgen nur die diagnostischen Untersuchungen bei HealthBalance in Uzwil.


Einzelpferd-Abonnement

Das Pferde-spezifische Abonnement ist vor allem für die Fälle vorgesehen und geeignet, wenn nur einzelne Pensionäre eines Stalls sich zu einer tierärztlich begleiteten und Kotproben-gestützten Parasitenüberwachung der Pferde entschliessen können.

In diesem Fall ist die parasitologische Situation im Stall nur von einem Teil der Pferde bekannt. Eine solche Situation hat bei gemeinsamer Weide- und Auslaufhaltung immer zur Folge, dass die in das Einzel-Monitoring eingeschlossenen Pferde hinsichtlich der vorliegenden Parasiten-Populationen von den übrigen Pferden beeinflusst werden können. Weiterhin können Strongyliden oder Spulwürmer mit einer Resistenz gegenüber Entwurmungsmitteln auf die überwachten Pferde übergehen. Um dieser Situation zu begegnen, sind vier saisonale Untersuchungen in diesem Einzelpferd-Abonnement obligatorisch. Die Dienstleistung schliesst eine tierärztlich durchgeführte Analyse des Haltungsumfeldes Ihres Pferdes, sowie die Diagnostik-begleitende tierärztliche Beratung ein. Die bisherigen Erfahrungen mit einer umfangreichen Zahl einbezogener Pferde zeigen, dass bei Untersuchungsintervallen von etwa zwei Monaten während der Weidesaison eine gute parasitologische Überwachung im Rahmen eines solchen Einzelpferd-Monitorings gewährleistet ist.


Einzeluntersuchungen

Einzelkotproben können in eigener Regie von Tierärzten oder Pferdehaltern zur Analyse an das TGZ Uzwil eingesandt werden. Der Befund wird Ihnen in der gleichen Woche mitgeteilt. Senden Sie uns als Tierhalter eine Probe ein, erwarten wir, dass Sie den Befund mit Hilfe Ihres Tierarztes interpretieren und somit die richtigen Schlüsse im Hinblick auf eine allfällig erforderliche Entwurmung gezogen werden. Da wir das Haltungsumfeld der Pferde bei dieser Variante nicht kennen, kann in diesem Fall durch uns keine befundbegleitende, parasitologische Beratung durchgeführt werden. Für diese Fälle wären dann das Einzelpferd-Abonnement oder das Bestandes-Monitoring die empfehlenswerten Varianten.

Die Überprüfung von durchgeführten Entwurmungen zur Feststellung von Wurmmittel-Resistenzen, sowie der jährlich durchzufühende Test zur Unterscheidung der grossen und kleinen Strongyliden ist auch bei den Untersuchungen von Kotproben in Eigenregie sehr empfehlenswert.

Zusatzuntersuchungen auf weitere Parasiten

Neben den häufiger bei Pferden vorkommenden Magen-Darmparasiten gibt es seltenere Parasiten, die nur über Spezialuntersuchungen nachweisbar sind. Dazu gehören die Lungenwürmer, Oxyuren (Pfriemenschwänze) und Leberegel. Diese Untersuchungen werden bei entsprechender Anfrage, z.B. bei Vorliegen typischer klinischer Symptome durchgeführt.